Freitag, 25. Mai 2012

Eine Grenze, die täglich geschlossen wird


Eine der lächerlichsten Praktiken zum Ausdruck nationalistischer Gefühle:

Die tägliche Grenzschließungszeremonie an der indisch-pakistanischen Grenze Wagah 
(Video, 1:28 Minuten)


Diese Zeremonie findet seit 1959 jeden Abend vor Sonnenuntergang statt.


Auszug aus Wikipedia:

„An der Grenze wird allabendlich auf beiden Seiten eine Militärparade der Grenzsoldaten abgehalten, die unter anderem die Flaggenparade und das Ertönen der Clairon (Signaltrompete) beinhaltet. Die Parade zeichnet sich durch eine selbst für militärische Verhältnisse übertriebene und überspitzte Ritualisierung aus (...)

Die Parade wird von Menschen aus allen Teilen beider Länder sowie von ausländischen Touristen besucht und von den Schlachtgesängen der ersteren angefeuert. Sie dient der Demonstration militärischer Präsenz und Kampfbereitschaft. Die beiden Staaten haben aufgrund historischer und aktueller anhaltender Feindseligkeiten wegen Gebietsdisputen ein angespanntes politisches Verhältnis.“
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Mittwoch, 23. Mai 2012

Katzenduett (lustiges Opernstück)


Katzenduett - lustiges Opernstück

Dieses Stück wird oft Rossini zugeschrieben. Es wurde aber von dem englischen Komponisten Robert Lucas de Pearsall geschrieben. Mehr dazu siehe Wikipedia-Artikel auf Englisch.
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Montag, 21. Mai 2012

So gefährlich kann Furzen werden (Video)


Furzen kann ganz schön gefährlich werden. Wenn Sie es nicht glauben, dann schauen sich dieses einminütige Video an.

Auch beim Furzen trifft die Weisheit zu, man solle vor dem Handeln immer die Rahmenbedingungen in Betracht ziehen!
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Samstag, 19. Mai 2012

Die schöne Seite der Kostenlosmentalität


Die schöne Seite der Kostenlosmentalität - Ein interessanter Beitrag zum Thema Internet und Urheberrecht von Thierry Chervel

Thierry Chervel ist Geschäftsführer und Redakteur bei perlentaucher.de

Perlentaucher bietet kostenlos verschiedene Newsletter-Abos an, mit Feuilletonrundschau, Magazinrundschau und Neuigkeiten aus der Medien- und Bücherwelt. Sehr empfehlenswert.
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Dienstag, 15. Mai 2012

Montag, 14. Mai 2012

Vorsicht: Religion! Lachen verboten!


Eigentlich ist Religion ein Glaube wie jeder andere. Der eine galubt an Gott, der andere an UFOs. Die eine glaubt an Jesus, der andere an Sex-Gurus. Es gibt sogar Leute, die an die CDU oder FDP glauben! Oder an Marx und Slavoj Žižek! Sich über den Glauben und die Weltsicht anderer lustig zu machen, ist seit eh und je ein Mittel zum Ausdruck von Kritik. Im Großen und Ganzen wird diese Art von Kritikäußerung in den modernen Gesellschaften toleriert. Probleme gibt es nur, wenn es sich dabei um Religionen handelt.  


Die heftigen Reaktionen, die durch Spott über Religionen ausgelöst werden, sind darauf zurückzuführen, dass viele religöse Menschen noch immer eine fanatische Einstellung gegenüber der Religion haben. Sie sehen die Religion als etwas Heiliges, das über alles anderem steht. So erwarten sie von allen, die Religion immer mit Respekt zu behandeln. Vieles, was bei der Kritikäußerung erlaubt ist, gehört für sie verboten, wenn die Religion ins Spiel kommt. Diese Haltung gegenüber Kritik an eigenem Glauben wird von allen Fanatikern geteilt. Für radikale Marxisten ist Marx das, was Mohammed für konservative Muslime ist. Für radikale englische Monarchisten ist Königin Elisabeth II wie Jesus für fanatische Christen.


Fanatiker können zwischen ihrer Person und ihrem Glauben nicht unterscheiden. Dies bewirkt, dass sie den Spott über ihren Glauben persönlich nehmen und sich persönlich beleidigt und angegriffen fühlen. Dabei verbirgt sich ein großer Unterschied zwischen Spott über einen Glauben, eine Weltsicht oder eine Lebenseinstellung und Spott über Menschen, die diese teilen. Zu behaupten, Religion sei dumm oder scheußlich, ist nicht dasselbe, wie zu behaupten, religiöse Menschen seien dumm oder scheußlich.

Beim Spotten über die Religion geschieht nichts anderes als beim Spotten über eine politische Partei oder Überzeugung. Schließlich behauptet auch kein CDU- oder SPD-Mitglied, es fühle sich persönlich durch einen Kabarettisten angegeriffen, weil dieser seine Partei in Frage gestellt hat. Soviel Toleranz sollte man auch imstande sein zu zeigen, wenn die eigene Religion zum Gegenstand des Spotts wird. Torelanz bedeutet nicht, Verständnis für menschenverachtende Praxen anderer Religionen und Kulturen aufzubringen, sondern sie drückt sich vor allem in Kritikfähigkeit aus.

Samstag, 12. Mai 2012

Deutsche Polizei ermutigt Islamisten


Seine islamkritischen Texte bringen den Kölner Rapper Najafi ins Visier radikaler Muslime. Während ihn Teherans Jugend als "iranischen Eminem" feiert, will ihn Großajatollah Safi-Golpajegani zum Verstummen bringen. Er hat seine Anhänger aufgerufen, Najafi "in die Hölle zu schicken" (ARD-Morgenmagazin, 11.05.2012).


Shahin Najafi, der bekannteste iranische Rapper, lebt seit Jahren in Köln. Nun behaupten einige regimenahe Zeitungen im Iran, eine Fatwa sei gegen ihn wegen Beledigung islamischer Imame ausgesprochen worden. Schon haben sich via Facebook ein paar Tausend freiwillige Todesvollstrecker zu Wort gemeldet und eine Gruppe hat sogar ein Kopfgeld von 100.000 Dollar für ihn ausgesetzt. Im Gegenzug haben Zehntausende Iraner auf sozialen Netzwerken und exiliranischen Webseiten gegen die Fatwa protestiert und ihr Recht auf freie Meinungsäußerung gefordert.


Gegen Ende dieses ARD-Berichts wird behauptet, die deutsche Polizei habe Shahin Najafi aus Sicherheitsgründen vorgeschlagen, Deutschland zu verlassen. Wirklich traurig! Ich weiß nicht, ob die Polizei in ähnlichen Fällen auch gegenüber gebürtigen Deutschen solche Vorschläge machen würde! Das bezweifle ich sehr!
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Freitag, 11. Mai 2012

Sex und Liebe im Alter




Sex und Liebe im Alter zählen noch immer zu den unangenehmen Themen, besonders wenn es sich dabei um ältere Frauen handelt. Der deutsche Filmemacher Andreas Dresen befasst sich in seinem Film Wolke 9 mit dieser Thematik.

Inge, eine ca. 70-jährige Frau, und Karl (76) fühlen sich nach einer kurzen Begegnung sexuell zueinander hingezogen und schlafen miteinander. Inge ist seit 30 Jahren mit Werner verheiratet und lebt mit ihm zusammen, deswegen versucht sie, ihre Gefühle für Karl zu unterdrücken und die Affäre zu beenden. Aber ihre Gefühle werden immer intensiver und ihr innerer Kampf immer heftiger. Karl und Inge verlieben sich in einander und aus einer einmaligen Sache wird eine richtige Beziehung.

Der Film zeigt nicht wenige Sexszenen zwischen Inge und Karl. Im Gegegensatz zu den üblichen Sexszenen, in denen jüngere Leute mitspielen, stellen die Sexszenen in „Wolke 9“ Menschen nicht als Sexobjekte dar. Sie konfrontieren den Zuschauer mit der Tatsache, dass auch ältere Personen, besonders ältere Frauen, sexuelle Gefühle haben und imstande sind, eine sexuelle Beziehung/Affäre zu führen. 

„Wolke 9“ behandelt auch ein anderes Thema, über das gern geschwiegen wird, nämlich die Trennung oder Scheidung im Alter. Es gibt relativ wenige Filme, die sich mit diesem Phänomen befassen, besonders wenn Frauen diejenigen sind, die sich trennen wollen. Entgegen dem Rat ihrer Tochter erzählt Inge ihrem Mann von ihrer Beziehung mit Karl. Gegen Ende des Films trennt sie sich von ihrem Mann und zieht in Karls Wohnung ein. Werner kann sich mit der Situation nicht abfinden und bringt sich um. Die Endszene zeigt, wie Inge und Karl sich in den Armen liegen.

Interessant zu wissen, dass Andreas Dresen nur 45 Jahre alt war, als er diesen Film drehte.

Donnerstag, 10. Mai 2012

Dienstag, 8. Mai 2012

Wodka mit Sauerkirschsaft


Vor ein paar Nächten hatte ich einen Traum, dass ich Wodka mit Sauerkirschensaft trinke und es schmeckte sehr gut. Die letzten Tage habe ich oft daran gedacht, mir Sauerkirschensaft zu holen, ihn mit Wodka zu vermischen und zu probieren, ob es wirklich schmeckt. Gestern Abend habe ich den Traum in Wirklichkeit umgesetzt und die Mischung hat super geschmeckt. Erstaunlich, was man alles im Traum entdecken kann!

Als Kind hatte ich im Iran gesehen, dass manche ein paar frische Sauerkirschen in Schnapsflaschen taten und die Mischung erst nach Wochen tranken. Die Farbe und der Geschmack des Schnapses wird dadurch verändert. Schon damals hatte ich mich danach gesehnt, dieses alkoholische Getränk auszuprobieren, vielleicht weil ich Sauerkirschen sehr mochte. Vor etwa zwanzig Jahren hatte ein Iraner mir so eine Flasche geschenkt, aber leider musste ich feststellen, dass durch diese Methode der Schnapsgeschmack nicht viel besser wird und man den Geschmack der Sauerkirschen nicht mitbekommt.

Seit gestern Abend weiß ich aber, dass Wodka mit Sauerkirschensaft genau der Vorstellung entspricht, die ich in meiner Kindheit von diesen Wodkaflaschen mit Sauerkirschen hatte. Und so wurde ein Traum von mir wahr!

Deutsche „Intellektuelle“ bei Ahmadinejad (+Fotos)


Kürzlich haben ein paar deutsche „Intellektuelle“ bei einer Iran-Reise ein Treffen mit Ahamadinejad gehabt und mit ihm sympathisiert. Die Reise wurde von dem bundesweiten Verein „Islamischer Weg“ organisiert, der von dem Verfassungschutz als extremistisch eingestuft wird.

Laut einem Spiegel-Beitrag waren u.a. folgende Personen mit dabei: der Antikapitalist Jürgen Elsässer (ehemaliger „konkret“-Autor und „Jungle World“-Mitbegründer), Gerhard Wisnewski (ein rechter Verschwörungsideologe), Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann (Mitglieder der Alten Feuerwache Köln) und  Claus Hübscher (FDP-Lokalpolitiker). Insgesamt hatten 16 Personen an dieser Iran-Reise teilgenommen.

Hier ein Beitrag mit Hintergrundinformationen von Gerd Buurmann, in dem die eckelerregenden Kommentare und Reiseberichte einiger Teilnehmer zitiert werden. Beispiel:

“Hier (bei den Aufständen iranischer Studenten gegen das Regime) wollen Discomiezen, Teheraner Drogenjunkies und die Strichjungen des Finanzkapitals eine Party feiern. Gut, dass Ahmidenedschads Leute ein bisschen aufpassen und den einen oder anderen in einen Darkroom befördert haben” (Jürgen Elsässer).


Und zum Schluss einige Fotos, die auf der Webseite der iranischen Regierung veröffentlicht wurden (da das islamische Regime die internationalen Copyright-Regelungen [Urheberrecht] nicht anerkennt, ist es jedem erlaubt, sich der iranischen Quellen frei zu bedienen):


Klicken Sie auf die Bilder, um sie zu vergrößern.













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Montag, 7. Mai 2012

Sonntag, 6. Mai 2012

Ein paar persische Witze auf Deutsch (1)



Ein paar persische Witze, die ich vom Persischen ins Deutsche übersetzt habe:


Der Lehrer bittet einen Schüler, die Bedeutsamkeit der Menstruation zu erklären. Der Schüler: Die Menstruation ist sehr wichtig. Nachdem einmal meine Schwester sagte, dass ihre Periode in Verzug geraten ist, ist meine Mutter ohnmächtig geworden, mein Vater hatte einen Herzinfarkt und unser Fahrer ist geflüchtet!


Ein Mullah hat ein junges Paar beim Küssen direkt vor der Moschee erwischt. Er schrie: Habt ihr keine Würde? Keine Ehre? Keinen Glauben? Kein Schamgefühl? Der Junge antwortete: Doch, wir haben all das. Wir haben nur keine eigene Wohnung!


Ein Mann, der in einem Wahlfahrtsort uriniert hatte, wurde von der Menge festgenommen. Als sie ihn schlagen wollten, rief er: Schlagt mich nicht! Ich bin geheilt! Ich hatte eine Harnstauung!


Fünf Iraner, die in den USA aufgewachsen waren, gingen nach ihrem Studium in den Iran zurück, um dort zu arbeiten. Sie hatten alle ein Vorstellungsgespräch bei einem Ministerium. Der erste wurde gerufen und nach einigen persönlichen Fragen, fing man an ihm religiöse Fragen zu stellen:
- Wer hatte Imam Ali umgebracht?
- Ich weiß es nicht?
- Wer hatte Imam Hassan umgebracht?
- Ich weiß es nicht.
- Wer hatte Imam Hossein umgebracht?
- Ich weiß es nicht.
Man schickte ihn raus. Die anderen vier fragten ihn: Und wie ist es? Hast du die Stelle bekommen? Er sagte nachdenklich: Ich glaube nicht, dass sie eine Stelle frei hätten. Jemand hat ein paar Araber umgebracht, jetzt suchen sie nach dem Täter.


Drei Männer wurden von den Revolutionswächtern beim Pinkeln an die Wand einer Moschee festgenommen. Als die Revolutionswächter sich den ersten Mann vornehmen wollten, rief er: „Brüder, ich habe nichts Schlimmes getan. Ich wollte an die Wand (mit meinem Urin) „Nieder mit Amerika“ schreiben!“ Sie wollten sich den nächsten vorknöpfen, da rief er: „Brüder, ich habe nichts Unrechtsmäßiges getan, ich wollte gerade „Nieder mit Israel“ schreiben!“ Sie wendeten sich zu dem dritten Mann und beschimpften ihn. Er erwiderte: „Brüder, habt Erbarmen! Ich bin Analphabet! Nimmt ihn und schreibt damit was ihr wollt!“


Ein Iraner wird gefragt, ob er wisse, wofür der Tag 11. Februar (22 Bahman; Stürz des Schah, Tag der Revolution) steht. Er antwortet: Das ist der Tag, an dem die islamische Republik den Iran angegriffen hat!


Ein Mullah war am Predigen und meinte, wenn jemand von einem Hund angegriffen wird, dann soll er den Koranvers X laut aufsagen. Da sagte einer: Aber es ist besser, wenn man auch einen Stock dabei hat, da nicht alle Hunde Arabisch können!


Und zum Schluss ein Iran-Witz auf Englisch:

What's the difference between the USA and Iran?
In the USA, they have Obama, Stevie Wonder, Bob Hope, Johnny Cash.
In Iran, we have Ahmadinejad, No Wonder, No Hope, No Cash!


Ein paar persische Witze auf Deutsch (2)


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Samstag, 5. Mai 2012

Zwei usbekische Pop-Songs von Yulduz Usmanova


Zwei Pop-Songs von der bekannten usbekischen Sängerin Yulduz Usmanova

Davom (Live)

Atir Gul (Live)
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Der Traum von der Rumänisierung Deutschlands


Der Spiegel-Kolumnist Jan Fleischhauer stellt in seinem neuesten Beitrag Der Hartz-IV-Irrtum die Hartz-IV-Empfänger als Schmarotzer und Parasiten dar. Die deutsche Sozialpolitik ermögliche es diesen Faulenzern, auf Kosten der anderen zu leben, so Fleischhauer.

Den Hartz-IV-Empfängern gehe es prächtig, denn „was hierzulande als Leben unterhalb der Armutsgrenze gilt, ist in anderen Teilen ein Stück vom Paradies“, betont Fleischhauer und weist auf die Situation von einigen EU-Ländern wie Rumänien hin.

Erstaunlich, wie dumm ein „Intellektueller“ argumentieren kann. Herr Fleischhauer und seine deutsche Kollegen verdienen bestimmt um ein Vielfaches mehr als ihre Kollegen in Rumänien. Ist das ein Grund dafür, zu fordern, deutsche Journalisten-Gehälter den rumänischen anzupassen, da die ersteren im Vergleich zu den letzteren wie Könige leben?!

Von einem, der seine Kolumne „Den schwarzen Kanal“ nennt, kann man aber nicht mehr erwarten. Leuten wie Herrn Fleischhauer ist das Leben der unteren Schichten der Gesellschaft scheißegal. Hauptsache sie und ihresgleichen verdienen gut genug. Die anderen sollen entweder für Hungerlöhne schuften oder verrecken.

Freitag, 4. Mai 2012

Mohammed und Maria im Duett


Video (Dauer: 2:38) - Der eine besingt Mohammed, die andere Maria!

Schön, macht weiter so! Nur lasst uns in Ruhe!
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Donnerstag, 3. Mai 2012

Antidemokratische Tendenzen der Occupy-Bewegung




Ich konnte mich nie mit dieser Occupy-Bewegung identifizieren. Jetzt weiß ich auch warum. Allein der Name stört mich. „Occupy“, auf Deutsch „besetzen“, bedeutet für mich, mit Gewalt etwas in seinen Besitz bringen. Wenn eine politische Bewegung von der großen Mehrheit der Bevölkerung unterstützt wird, dann ist Besetzen sinnlos und nicht notwendig. Besetzen ist immer dann angesagt, wenn eine Bewegung/Kraft gegen den Willen der Mehrheit ihre Vorstellungen und Ideen durchsetzen will.

In bestimmten Fällen habe ich nichts gegen Besetzungen und betrachte sie als berechtigtes Protestmittel. Die Ocuupy-Bewegung hat aber Besetzungen zu ihrer Hauptaufgabe gemacht und definiert sich sogar dadurch. Die antidemokratischen Tendenzen der Occupy-Bewegung werden in ihrem bekannten Slogan „Wir sind (die) 99 Prozent“ deutlich. Solche Behauptungen hört man heuzutage nur von Diktatoren in Ländern wie Nordkorea! Dieser Slogan zeigt, dass die Occupy-Bewegung sich als die Stimme der ganzen Gesellschaft und als ihren einzigen Vertreter betrachtet. Ich weiß nicht, aber selbsternannte Vertreter des Volkes haben bis jetzt nichts Gutes bewirkt. Vielleicht schafft es aber die Occupy-Bewegung.


Iranische Islamisten zeigen Solidarität mit der Occupy-Bewegung.
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Mittwoch, 2. Mai 2012

In Deutschland darf man nur Deutsch sprechen!


Forscher haben herausgefunden, dass Kinder, die zweisprachig aufwachsen, ein besseres Gehör entwickeln: "Zweisprachige Menschen sind natürliche Jongleure (...) Ihr Gehirn jongliere ständig mit verschiedenen sprachlichen Reizen und entwickele dabei automatisch eine größere Aufmerksamkeit für relevante gegenüber nicht relevanten Klängen (...) Bisher kannte man solche tief greifenden Anpassungen der Hörfähigkeit nur von Profimusikern“ (welt.de).

Vor ca. 15 Jahren waren nur wenigen die Vorteile der Zwei- oder Mehrsprachigkeit bekannt. Als meine Tochter in den Kindergarten kam und kaum Deutsch verstand, haben sich ihre Erzieherinnen ständig bei mir beschwert, wieso ich mit ihr Persisch spreche. Ihrer Vorstellung nach dürfte ich mich mit ihr nur auf Deutsch unterhalten, da wir in Deutschland leben! Fast jeder nicht-so-ganz-junge Mensch mit Migrationshintergrund ist während seines Lebens in Deutschland mal mit dieser Art Argumentation konfrontiert worden.

Heute wird in der Presse oft auf die Vorzüge der Mehrsprachigkeit hingewiesen. Ohne wissenschaftliche Kenntnisse wussten aber viele Migranten aus Lebenserfahrung, dass Kinder sehr aufnahmefähig sind und es ihnen in keinster Weise schaden könnte, wenn sie zwei- oder mehrsprachig aufwachsen würden. Zuhause redet man auf der eigenen Sprache, die heimische Sprache wird dann im Kindergarten, in der Schule und durch den Kontakt mit Spielkameraden, Freunden, Bekannten, Nachbarn, etc. und durch das Fernsehen erlernt. Etliche Beispiele zeigen, dass diese Methode wirkt. Faustregel: Eine Person darf sich nur auf einer Sprache mit dem Kind verständigen, sonst wird das Kind verwirrt und kann zumindest eine Sprache (oft die Muttersprache) nicht so gut erlernen.

Ich habe Bekannte, deren Kinder dreisprachig aufgewachsen sind und nicht nur das Deutsche und ihre Mutter- und „Vatersprache“ beherrschen, sondern auch zwei oder drei andere Sprachen in der Schule gelernt haben und diese fließend sprechen. Meine Tochter ist nur zweisprachig aufgewachsen. Als sie in den Kindergarten kam, hat sie kein Wort Deutsch gesprochen. Trotzdem hatte sie bereits im Grundschulalter alle bis dahin veröffentlichten Harry Potter Bücher (4 oder 5) auf Deutsch gelesen gehabt. Sie spricht sehr gut Persisch, aber viel besser beherrscht sie die deutsche Sprache, obwohl wir zuhause nie auf Deutsch reden. In der 7. Klasse konnte sie dank MTV besser Englisch sprechen als ich, obwohl ich sogar an der Uni Köln Texte auf Englisch lesen musste. Heute kann sie auch perfekt Englisch und spricht fließend Französisch.

Zum Glück wissen heutzutage viele Erzieher/innen und Lehrer/innen darüber Bescheid, dass Mehrsprachigkeit bei Kindern keinerlei negative Auswirkungen hervorruft und sogar ihre sprachliche Entwicklung fördert. Aber in Teilen der Bevölkerung, besonders unter den Älteren, ist die Einstellung noch immer verbreitet, dass man in Deutschland nur Deutsch sprechen darf!